Eigengenutztes Wohneigentum

Ab 2004 ( Herstellung nach dem 31.12.2003= Zeitpunkt des Bauantrages; Anschaffung nach dem 31.12.2003= Datum des Rechtsvertrages) gelten folgende Regelungen für die Förderung nach dem Eigenheimzulagegesetz:

  • Der Fördergrundbetrag beträgt jährlich höchstens 1.250 EUR für die Dauer von 8 Jahren.
  • Neubauten und der Bestandserwerb werden einheitlich gefördert. Für Ausbauten und Erweiterungen wird keine Förderung mehr gewährt.
  • Die Kinderzulage wird auf 800 EUR erhöht (bisher: 767 EUR).
  • Die Einkunftsgrenze für den maßgebenden Zweijahreszeitraum (Erstjahr und Vorjahr) wird auf 70.000 EUR (bisher: 81.807 EUR) bzw. 140.000 EUR (bisher: 163.614 EUR) für Ehegatten abgesenkt.
  • Für jedes Kind erhöht sich die Einkunftsgrenze um 30.000 EUR (bisher: 30.678 EUR).
  • Maßgebend ist künftig die Summe der positiven Einkünfte und nicht der Gesamtbetrag der Einkünfte.
  • Negative Einkünfte bleiben künftig für die Anwendung der Einkunftsgrenze außer Betracht.
  • Begünstigt werden künftig neben den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Gebäudes und den Anschaffungskosten des Grund und Bodens auch Aufwendungen für Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von zwei Jahren nach der Anschaffung durchgeführt werden.
  • Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen wird nur noch gefördert, wenn der Anspruchsberechtigte spätestens im letzten Jahr des Förderzeitraums mit der Nutzung einer Genossenschafts-Wohnung beginnt.

 

 

Diese Regelungen gelten noch für bis zum 31.12.2005 angeschafftem Wohneigentum bzw. für Baumaßnahmen, wo noch ein Bauantrag bis zum 31.12.2005 gestellt wurde.

Für alle nach diesem Datum angeschafften oder herzustellenden Wohnungen wurde die Eigenheimzulage abgeschafft.

Allerdings gibt es für Mieter und Eigentümer ab 2006 die Möglichkeit Handwerkerrechnungen für Erhaltung und Modernisierung steuerlich geltend zu machen.

– siehe dazu einen Steuertipp des BDL

Fördermöglichkeiten für Energie einsparende Maßnahmen

In Deutschland gibt es ca. 6000 verschiedene Fördermöglichkeiten, wie z. B. zinsverbilligte Darlehen oder Zuschüsse, die man beantragen muss, bevor man an seinem Gebäude Energie einsparende Sanierungsmaßnahmen ausführt.

Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Dort können Sie zahlreiche Informationen zu den Fördermöglichkeiten erhalten.

Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhttp://www.bafa.de

Vermietetes Wohneigentum

 

Für Vermieter sind in den letzten Jahren und ab 2004 wesentliche Änderungen erfolgt. Sprechen Sie uns auf jeden Fall an, wenn in den letzten Jahren Erhaltungs- oder Modernisierungsaufwendungen angefallen sind bzw. weitere geplant sind. Die zum 31.12.1998 abgeschaffte Möglichkeit, größeren Erhaltungsaufwand bei überwiegend für Wohnzwecke genutzten Gebäuden des Privatvermögens auf zwei bis fünf Jahre zu verteilen, wurde ab 1.1. 2004 wieder eingeführt. Die Möglichkeit der Verteilung besteht bei Erhaltungsaufwendungen, die nach dem 31.12.2003 entstanden sind. Als Zeitpunkt der Entstehung der Aufwendungen gilt der Zeitpunkt der Zahlung. 

Bei Vermietung an nahe Angehörige wurde die Entgeltgrenze ( niedrigste Miete ) ab 2012 auf 66 % der ortsüblichen Vergleichsmiete festgesetzt. Liegt die Miete darunter, werden die Werbungskosten nur im entsprechenden Verhältnis berücksichtigt.

Bis 2011 erfolgte die Kürzung der Werbungskosten stets, wenn die vereinbarte Miete weniger als 56 % der ortsüblichen Marktmiete ausmacht. Lag die Miete zwischen 56 % und 75 % der ortsüblichen Miete, war eine Prognoserechnung zu erstellen. Diese komplizierte Prognoserechnung entfällt damit ab 2012.

Wir stellen für Sie die möglichen Anträge. Wegen der Kompliziertheit und Unterschiedlichkeit der steuerlichen Berücksichtigung solcher Aufwendungen, sollten Sie unbedingt Beratung in Anspruch nehmen.