Grenze geringwertige Wirtschaftsgüter steigt

Anschaffungen evtl ins neue Jahr verschieben?

Der Gesetzgeber hat in diesem Jahr entschieden, die Grenze für GWG ab 2018 von 410 € Netto auf 800 € netto anzuheben. 

Daher kann es besser sein, die Anschaffung von beruflich genutzten Wirtschaftsgütern, wie Smartphone, Laptop oder Tablet in das Jahr 2018 zu verlagern.

Beispiel:

Im Dezember 2017 erfolgt die Anschaffung eines Laptops, der 900 € brutto kostet. Die Kosten müssen über 36 Monate verteilt abgesetzt werden, da der Anschaffungspreis über 487,90 € brutto liegt.

In diesem Fall können bei beruflicher Nutzung von 100 % im Jahr 2017 nur 25 € geltend gemacht werden, in den Jahren 2018 und 2019 dann je 300 € und 2020 dann die restlichen 275 €.

Stellt dann im Januar 2019 der Arbeitgeber einen Computer für die berufliche Nutzung zur Verfügung, entfällt ab da der Abzug für den vorher privat angeschafften Laptop. In diesem Fall könnten von den 900 € nur 325 € geltend gemacht werden. Wäre die Anschaffung erst im Januar 2018 erfolgt, hätten sich die vollen 900 € steuerlich auswirken können.

 

Diese Neuregelung ist natürlich auch für Vermieter interessant, die Geräte oder Möbel kaufen, die sonst auf viele Jahre abgeschrieben werden mussten. Auch Arbeitnehmer mit beruflich veranlasster doppelter Haushaltsführung können bei Anschaffung von Gegenständen für die Zweitwohnung davon profitieren.