Abgabefristen geändert

Künftig mehr Zeit für die Steuererklärung?

Der Gesetzgeber hat in diesem Jahr die Abgabefristen für Einkommensteuererklärungen neu geregelt. Dabei erzeugte auch die geplante Einführung von automatisiert festzusetzenden Verspätungszuschlägen Raunen und Unsicherheit in der Bevölkerung. Die angedrohten 25 € für jeden Monat der Überschreitung der Abgabefrist sind ja auch nicht wenig.

Tatsächlich ist es zukünftig so, dass Steuerzahler, die ihre Steuererklärung selbst einreichen, 2 Monate länger, also bis 31. Juli des Folgejahres Zeit haben. Wer die Steuererklärung z.B. von uns erstellen lässt, hat zukünftig ebenso 2 Monate länger, also bis 28. Februar des zweiten auf das Veranlagungsjahr folgenden Jahres Zeit. Grundsätzlich gilt das nur für Pflichtveranlagungsfälle. Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, hat weiterhin 4 Jahre Zeit.

Der ursprüngliche Plan, bei Pflichtfällen für jeden Monat der Fristüberschreitung 25 € Verspätungszuschlag grundsätzlich automatisch festzusetzen, wurde dann doch so nicht umgesetzt. Auch weiterhin liegt das im Ermessen des Finanzamtes und eine Festsetzung kann eh nur passieren, wenn man nicht nur Pflichtfall war, sondern zusätzlich auch Steuern nachzahlen muss.

Erstmals gilt das alles aber erst für die Steuererklärungen für das Jahr 2018!

 

Zusätzlich noch eine Bitte an alle Mitglieder:

Zum Jahresanfang geht bei uns immer die stressige Zeit los. Bitte kommen Sie auch ab 2019 weiterhin immer vor Ablauf des Folgejahres zu uns zur Beratung. In der zweiten Jahreshälfte können wir Termine wesentlich zeitnaher vergeben. Außerdem kann nur so sichergestellt werden, dass auch bei evtl. noch zu besorgenden Unterlagen die Abgabefrist nicht überschritten wird und Verspätungszuschläge gar nicht erst entstehen.